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2400 JAHRE GESCHICHTE

     
         
 
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DIE VIELFÄLTIGE VERGANGENHEIT VON RHODOS  

Auf Rhodos verbirgt jede Ecke der Stadt, jeder Stein auf der Insel einen kleinen Teil der 2400jährigen Geschichte. Die antike Stadt Rhodos, deren Bau auf das Jahr 408-407 v. Chr. zurück geht wurde nach dem Plan des berühmten Stadtbauplaners des antiken Griechenlands Hippodamus aus Milet konstruiert. Rhodos gehörte zu den schönsten und am besten organisierten Städten der Antike. Ausgrabungen brachten die Straßen, die Plätze und die Gebäude ans Tageslicht. In dieser Blüteperiode entwickelte sich die Insel zu einem, im Handel und Schiffsfahrt, bedeutendsten Zentren im östlichen Mittelmeer. Außer jedoch in Handel und Seefahrt nahm die Insel auch in den Künsten, der Literatur und der Philosophie einen sehr hohen Stellenwert ein. In der römischen Zeit wurde Rhodos zwar als eine der Provinzen des Reiches stark eingeschränkt und verlor den Glanz der hellenistischen Periode, spielte aber weiterhin eine strategisch wichtige Rolle in Kultur und Wirtschaft. Im 4 Jh. n. Chr. war die hellenistische Stadt auf eine Größe geschrumpft, die sie bis zur byzantinischen Periode beibehielt. Auf Grund der ständigen Bedrohung durch die Angriffe der Araber umgebendie Byzantiner im 7 Jh. n. Chr. die Stadt mit Festungsmauern und teilen diese in zwei Stadtbezirke, der Akropolis (wo später der Großmeisterpalast konstruiert wurde) und die Polis (Unterstadt).  

1309 n. Chr. siedelten sich die Ritter des Johanniterordens von Jerusalem auf der Insel an und machen diese zum Sitz des Ordens in Europa. Zudem diente sie als Zwischenstation der Pilger auf ihrem Weg ins Heilige Land. Die Hospitaliter wie die Johanniter auch genannt wurden, verstärkten die Befestigung der Hauptstadt indem sie die bereits bestehende byzantinische Festungsmauern einbeziehen aber ausweiten auf eine Fläche die zwei fünftel größer als die byzantinische und etwa ein viertel kleiner als die hellenistische Stadt einnahm. Eine innere Festungsmauer von Ost nach West teilte die Stadt in zwei Bereiche. Der nördliche Teil, bekannt auch als Kollachium, war das Verwaltungszentrum der Stadt in welchem sich neben weiteren Gebäuden auch der Großmeisterpalast und das Hospital befanden. Der südliche und größere Teil, bekannt als Burgum, entwickelte sich zum Herzen der Stadt mit Einwohnern unterschiedlicher Herkunft wie Westeuropäer, Juden und größtenteils christlich orthodoxe Griechen.  

Im Jahre 1522 wird Rhodos von den osmanischen Türken erobert. Während der Zeit der Osmanenherrschaft entstehen in der Altstadt neue Gebäude jedoch hauptsächlich Moscheen und Bäder.  

1912 wird die Insel von den Italienern eingenommen. Im Jahre 1929 werden die mittelalterlichen Festungsmauern rund um den Altstadtgraben und die Friedhöfe zu historischen Monumenten ernannt. Von den Festungsmauern wurden die Anbauten aus der osmanischen Zeit entfernt und die Befestigung restauriert. Weiterhin wird in dieser Zeit der Großmeisterpalast wieder erbaut und die Ritterstraße rekonstruiert mit dem Ziel der Region wieder die mittelalterliche europäische Note zu verleihen.    

1948 werden die Dodekanesinseln wieder mit dem Mutterland Griechenland vereint. Nach 1960 und der offiziellen Ernennung der Stadt als Monument des Kulturerbes vom griechischen Kultusministerium beginnen die Restaurationsarbeiten in der mittelalterlichen Stadt von der archäologischen Behörde unter der Leitung des Kultusministeriums. Seit 1985 nimmt auch die Stadt Rhodos in Zusammenarbeit mit der archäologischen Behörde und dem Amt für Altertum an den Restaurierungen der Altstadt teil.  

1988 wird die mittelalterliche Stadt in die Liste des Kulturwelterbes der Organisation UNESCO aufgenommen in Anerkennung des einmaligen transkulturellen architektonischen Reichtums den die Stadt Rhodos aufzuweisen hat. Zudem gehört Rhodos zu den Mitgliedern der Organisation der Welterbe- Städte und dies schon seit ihrer Gründung im Jahre 1993. 2003 war Rhodos Gastgeber des 7 Symposiums der Welterbestädte an welchem fast 1000 Repräsentanten der historischen Städte, Bürgermeister und Experten aus der ganzen Welt teilnahmen.

 
     
 
 
 
     
     
 
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